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Wasserrechner

Finde präzise heraus, wie viel Wasser dein Körper pro Tag wirklich braucht — abgestimmt auf deinen Alltag.

So berechnen wir deinen Wasserbedarf

Wir verwenden eine einfache, wissenschaftlich fundierte Formel:

Gesamtwasser-Basis = Gewicht (kg) x 33 ml

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Basis-Hydration

Der Ausgangswert sind 33 ml Gesamtwasser pro Kilogramm Körpergewicht — die Mitte der Spanne von 30 bis 35 ml/kg/Tag, mit der in der Klinik bei Erwachsenen gerechnet wird. Für 70 kg sind das 2.310 ml. Der Wert liegt zwischen den beiden offiziellen Referenzwerten — 2,5 L für Männer und 2,0 L für Frauen (EFSA, 2010) sowie 3,7 L für Männer und 2,7 L für Frauen (US-Akademien, 2004) —, weil das Bevölkerungsdurchschnitte sind, dieser hier aber auf deinen Körper skaliert.

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Aktivitätsanpassung

Training kostet Wasser über den Schweiß, und zwar in Mengen, die sich von Mensch zu Mensch enorm unterscheiden: von deutlich unter einem halben Liter bis über zwei Liter pro Stunde. Die Faktoren hier (×1,0 sitzend bis ×1,5 bei zwei Einheiten am Tag oder körperlicher Arbeit) decken eine normale Trainingswoche ab. Eine einzelne lange oder sehr heiße Einheit braucht zusätzlich Flüssigkeit: siehe den Abschnitt zum Sport weiter unten.

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Klima-Anpassung

Hitze und Luftfeuchtigkeit erhöhen den Schweißverlust, und geheizte Raumluft im Winter trocknet stärker aus, als die meisten denken. Die Faktoren reichen von ×0,9 bei Kälte bis ×1,25 über 35 °C. Sie beschreiben das Klima, in dem du deine Tage verbringst, nicht einen einzelnen Nachmittag draußen: Bei einer Hitzewelle oder Arbeit im Freien kommt an dem Tag Flüssigkeit obendrauf.

Wie viel Wasser pro Tag nach Körpergewicht

Wenn du das Formular nicht ausfüllen willst: Hier ist dieselbe Rechnung für gängige Körpergewichte. Such deine Zeile und lies nach rechts.

Moderat aktive erwachsene Person, gemäßigtes Klima. Gesamtwasser, Essen eingerechnet. Wer sitzend lebt und in einem kalten Klima wohnt, braucht rund ein Viertel weniger als die Tabelle; wer zweimal täglich in echter Hitze trainiert, gut die Hälfte mehr.
KörpergewichtGesamtwasserGläser à 250 mlIn Litern
50 kg1980 ml82 L
60 kg2376 ml102,4 L
70 kg2772 ml112,8 L
80 kg3168 ml133,2 L
90 kg3564 ml143,6 L
100 kg3960 ml164 L
110 kg4356 ml174,4 L
120 kg4752 ml194,8 L

Moderat aktive erwachsene Person, gemäßigtes Klima. Gesamtwasser, Essen eingerechnet. Wer sitzend lebt und in einem kalten Klima wohnt, braucht rund ein Viertel weniger als die Tabelle; wer zweimal täglich in echter Hitze trainiert, gut die Hälfte mehr.

Zwei Dinge ist diese Tabelle nicht. Sie ist kein Minimum, das du erreichen musst — Durst und Urinfarbe zeigen deinen Wasserhaushalt viel besser als jede Rechnung. Und sie ist nicht die Menge, die ins Glas gehört: Rund ein Fünftel des Gesamtwassers kommt aus dem Essen, 3 L Gesamtwasser sind also eher 2,4 L Getränke.

Warum Hydration mehr bewirkt, als viele denken

Wasser macht rund 60% des Körpers aus und ist für nahezu jede Funktion entscheidend. Schon leichte Dehydrierung kann Fokus, Stimmung und Leistungsfähigkeit verschlechtern.

Die wichtigsten Vorteile guter Hydration

  • Mehr Fokus und Konzentration — schon 1% Wasserverlust senkt messbar die geistige Leistung
  • Stabileres Energielevel über den Tag — Dehydrierung ist eine der häufigsten Ursachen für das Nachmittagstief
  • Unterstützt Hautelastizität und Hautbarriere
  • Fördert Verdauung und beugt Verstopfung vor
  • Nierengesundheit — eine ausreichende Zufuhr senkt das Risiko für Nierensteine
  • Gelenkschmierung — Wasser ist Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit
  • Temperaturregulation — Schwitzen ist deine Kühlung und funktioniert nur mit Wasser
  • Gewichtsmanagement — ein Glas vor dem Essen kann den Appetit dämpfen

Anzeichen, dass du zu wenig trinkst

Durst ist ein spätes Signal. Achte deshalb früh auf typische Hinweise:

  • Anhaltender Durst oder trockener Mund
  • Dunkler Urin statt hellgelb
  • Häufige Kopfschmerzen
  • Unklare Müdigkeit am Nachmittag
  • Schwindel beim Aufstehen
  • Trockene, weniger elastische Haut
  • Konzentrationsprobleme
  • Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen

Bei starker Dehydrierung (z. B. Verwirrtheit, Herzrasen) bitte sofort medizinisch abklären lassen.

Praktische Tipps: So trinkst du täglich mehr

  1. 1Direkt morgens ein Glas Wasser trinken — nach 7–8 Stunden Schlaf startet der Körper im Minus
  2. 2Wasserflasche sichtbar am Arbeitsplatz platzieren
  3. 3Vor Mahlzeiten ein Glas trinken
  4. 4Erinnerungen setzen oder eine App wie Cactus nutzen
  5. 5Mit Zitrone, Gurke oder Minze variieren
  6. 6Wasserreiche Lebensmittel einbauen: Gurke (96%), Wassermelone (92%), Orange (87%), Joghurt (88%)
  7. 7Kaffee und Tee zählen in moderaten Mengen mit
  8. 8Für eine lange oder harte Einheit: Halte dich an das Timing im Sport-Abschnitt weiter unten, statt eine Menge zu raten — wann du trinkst, zählt mehr als eine feste Zahl

Hydration-Mythen im Faktencheck

"Genau 8 Gläser am Tag sind Pflicht"

Für die 8-Gläser-Regel — und ihre deutsche Schwester „2 Liter am Tag“ — gibt es keine Studie: Der Physiologe Heinz Valtin hat 2002 danach gesucht und keine gefunden. Der wahrscheinliche Ursprung ist eine Empfehlung von 1945, die sich auf das Gesamtwasser bezog, Essen eingerechnet. Dein Bedarf hängt von Gewicht, Aktivität, Klima und Ernährung ab.

"Kaffee dehydriert immer"

Bei moderatem Konsum trägt Kaffee weiterhin zur Flüssigkeitszufuhr bei. Eine Studie in PLOS ONE (2014) fand bei vier Tassen täglich keinen Unterschied zum gleichen Volumen Wasser.

"Zu viel Wasser gibt es nicht"

Überhydrierung (Hyponatriämie) ist selten, aber real — vor allem im Ausdauersport. Sie entsteht, wenn so viel Wasser das Natrium im Blut zu stark verdünnt. Halte dich an dein berechnetes Ziel und achte auf deinen Körper.

"Glasklarer Urin ist ideal"

Sehr heller Urin kann auch auf zu viel Flüssigkeit hindeuten. Hellgelb ist meist ein guter Richtwert.

Was wirklich in die Tagesmenge zählt

Fast jedes Getränk zählt — und ein überraschend großer Teil dessen, was du isst, ebenfalls. Die offiziellen Referenzwerte beziehen sich auf das Gesamtwasser, also Getränke plus Essen, und rund ein Fünftel davon liefert die Nahrung. Wer nur stilles Wasser zählt, jagt einer Zahl hinterher, die niemand empfiehlt.

Stilles Wasser
Die Standardwahl, keine Pflicht. Wasser versorgt dich so gut wie fast alles andere und kostet nichts — aber wer seine Flüssigkeit über Milch, Tee und Suppe bekommt, ist nicht dehydriert, nur weil kein Glas Wasser dabei war.
Kaffee und Tee — ja, die zählen
Koffein wirkt leicht entwässernd, doch das Wasser in der Tasse gleicht das mehr als aus. In einer randomisierten Crossover-Studie (Killer et al., PLOS ONE, 2014) zeigten gewohnheitsmäßige Kaffeetrinker mit vier Tassen à 200 ml pro Tag keinen Unterschied im Gesamtkörperwasser und in keinem Hydrationsmarker gegenüber der gleichen Menge Wasser. Rechne deinen Kaffee mit.
Milch, Saft, Limo, Eistee
Alle bestehen überwiegend aus Wasser, alle zählen mit. Unterschiedlich sind Zucker und Kalorien, die mitkommen — eine Ernährungsfrage, keine Hydrationsfrage.
Essen — rund ein Fünftel der Menge
Etwa 20 % des Gesamtwassers stammen aus der Nahrung, und zwar aus den naheliegenden Quellen: Gurke und Kopfsalat liegen bei rund 96 % Wasser, Wassermelone und Erdbeeren bei 91–92 %, Orangen bei 87 %, Naturjoghurt bei 88 %. Ein Teller Suppe ist Wasser mit Geschmack. Ein Tag mit viel Obst und Gemüse deckt nebenbei 500 bis 700 ml.
Elektrolyt- und Sportgetränke
Sinnvoll, wenn du länger als eine Stunde schwitzt, wenn es heiß ist oder wenn ein großes Defizit schnell zurück muss — das Natrium hält die Flüssigkeit im Körper, statt sie direkt in die Blase zu schicken. Für einen Bürotag ist es eine Limo mit besserem Marketing.
Alkohol — der Einzige, der gegen dich arbeitet
Alkohol bremst das Hormon, das den Nieren sagt, sie sollen Wasser zurückhalten: Du scheidest mehr aus, als du getrunken hast. Große Mengen mit wenig Alkohol kommen einem Nullsummenspiel näher als Schnaps oder Wein, aber nichts davon gehört in die Tagesmenge.

Praktisch heißt das: Zähl alles außer Alkohol, geh davon aus, dass das Essen schon rund ein Fünftel deines Ziels abdeckt, und beurteile das Ergebnis an der Urinfarbe statt an der Rechnung.

Woher die Regel „8 Gläser am Tag“ (und „2 Liter“) wirklich kommt

Acht Gläser à 240 ml, also rund 1,9 Liter — im Deutschen aufgerundet zu „2 Liter am Tag“. Es ist der meistwiederholte Trinkratschlag überhaupt, und niemand hat je die Studie dazu vorgelegt. Der Physiologe Heinz Valtin suchte 2002 im American Journal of Physiology danach und fand keine. Gefunden hat er dafür einen plausiblen Ursprung: eine Empfehlung des Food and Nutrition Board des US-amerikanischen National Research Council von 1945, die etwa 1 Milliliter Wasser pro aufgenommener Kalorie vorschlug — für einen typischen Erwachsenen also grob 2 bis 2,4 Liter am Tag. Und dann kam der Satz, der verloren ging.

„Der größte Teil dieser Menge steckt bereits in zubereiteten Speisen.“
Food and Nutrition Board, 1945 — der Satz, der beim Weitererzählen wegfiel („Most of this quantity is contained in prepared foods“)

Streich diesen Zusatz, und aus einer Gesamtwasser-Angabe wird ein Trinkziel. So wurde aus einer vernünftigen Schätzung von 1945 jahrzehntelang das Gefühl, mit der Flasche in der Hand ständig hinterherzuhinken. Die Zahl selbst ist nicht absurd — 2 Liter liegen für eine leichtere, sitzend lebende Person in der richtigen Größenordnung — der Rahmen aber schon: eine Zahl für alle Körper, gezählt nur in Gläsern.

Genau deshalb lohnt das Rechnen. Auf dieser Seite ergeben 110 kg, moderat aktiv, sehr heißes Klima 5,4 L; 50 kg, sitzend, kaltes Klima ergeben 1,5 L. Fast das Vierfache Unterschied — und keiner der beiden Werte liegt bei 2 Litern. Nimm deine Zahl als Anker und lass Durst und Urinfarbe die Feinabstimmung machen. Genau das war 2004 auch der Schluss der US-Akademien: Gesunde Menschen decken ihren Bedarf, indem sie sich vom Durst leiten lassen.

Wann diese Zahl nicht die Antwort ist

Der Rechner bildet drei Dinge ab: Körpergewicht, eine typische Trainingswoche und das Klima, in dem du lebst. Alles hier drunter liegt außerhalb dieses Modells — kein Grund, der Zahl zu misstrauen, aber ein Grund, sie anzupassen oder jemanden vom Fach zu fragen.

Eine lange oder harte Einheit, heute

Deine Wochenbelastung steckt schon im Faktor, eine konkrete Einheit nicht. Das American College of Sports Medicine nennt rund 5–7 ml pro Kilogramm Körpergewicht (350–490 ml bei 70 kg) mindestens vier Stunden vor der Belastung, bei langen Wettkämpfen Trinken nach Plan statt nur nach Durst, und 1,25–1,5 Liter pro verlorenem Kilogramm Körpergewicht, wenn wenig Zeit zur Erholung bleibt. Ab etwa 2 % Gewichtsverlust lässt die Leistung messbar nach — bei 70 kg sind das rund 1,4 kg. Wieg dich vor und nach einer harten Einheit: Diese Differenz ist deine persönliche Schweißrate und die einzige Zahl auf dieser Seite, die wirklich deine ist.

Hitzewellen und Arbeit im Freien

Der Klimafaktor beschreibt, wo du lebst, nicht den schlimmsten Tag des Jahres. Bei harter Arbeit in echter Hitze kann die Schweißrate über einen Liter pro Stunde liegen — das fängt kein Tagesdurchschnitt auf. An solchen Tagen nach Zeitplan trinken statt nach Durst, bei stundenlangem Schwitzen Natrium ergänzen, und Krämpfe, hämmernde Kopfschmerzen oder Haut, die aufgehört hat zu schwitzen, als Grund nehmen, aus der Hitze zu gehen — nicht als Grund, schneller zu trinken.

Schwangerschaft und Stillzeit — hier nicht abgebildet

Der Rechner hat kein Feld für Schwangerschaft oder Stillzeit und deckt beides deshalb nicht ab. Die EFSA-Referenzwerte legen etwa 300 ml pro Tag in der Schwangerschaft und etwa 700 ml pro Tag in der Stillzeit auf die Basis von 2,0 L für erwachsene Frauen drauf — Stillen ist der größte normale Anstieg des Flüssigkeitsbedarfs überhaupt. Nimm diese Werte, oder besser: die, die dir deine Hebamme oder deine Ärztin nennt.

Ältere Menschen

Durst wird mit dem Alter zu einem unzuverlässigeren Signal, und mehrere gängige Medikamente wirken entwässernd. „Trink, wenn du Durst hast“ funktioniert mit 75 also schlechter als mit 25. Die übliche praktische Antwort ist Trinken nach Plan: ein Glas zu jeder Mahlzeit und zu jeder Medikamentengabe, ob Durst da ist oder nicht.

Nieren-, Herz- oder Lebererkrankungen

Herzinsuffizienz, fortgeschrittene Nierenerkrankung, Leberzirrhose und einige hormonelle Störungen gehen mit Trinkmengenbeschränkungen einher, die in die andere Richtung laufen: Das Ziel eines Rechners zu erreichen, kann dann aktiv schaden. Andere Patientinnen und Patienten, vor allem Menschen mit Nierensteinen, bekommen das Gegenteil gesagt und sollen jeden Tag eine hohe feste Menge erreichen. So oder so kommt diese Zahl von deiner Ärztin oder deinem Arzt, nicht von dieser Seite.

Zu viel trinken gibt es wirklich

Hyponatriämie — im Blut auf ein gefährliches Maß verdünntes Natrium — tritt bei Ausdauersportlern auf und gelegentlich bei Menschen mitten in einer Trink-Offensive. Das Risiko liegt nicht in der Tagesmenge, sondern im Tempo: mehrere Liter in ein, zwei Stunden, ohne Natrium. Verwirrtheit, Übelkeit, Kopfschmerzen, die schlimmer werden, je mehr du trinkst, und geschwollene Hände während eines langen Wettkampfs sind Notfallzeichen — keine Zeichen von Dehydrierung.

Quellen

Jede Zahl auf dieser Seite, mit ihrer Herkunft:

Dieser Rechner ist ein allgemeiner Anhaltspunkt, keine medizinische Beratung. Er ist für gesunde Erwachsene gemacht und kennt weder deine Vorgeschichte noch deine Medikamente noch eine mögliche Schwangerschaft. Wenn du mit einer Nieren-, Herz- oder Lebererkrankung lebst oder Entwässerungsmittel bzw. Lithium nimmst, muss deine Trinkmenge von deiner Ärztin oder deinem Arzt kommen — bei manchen Erkrankungen ist sie eine Obergrenze, kein Ziel. Hol sofort medizinische Hilfe bei Verwirrtheit, Ohnmacht, rasendem Herzschlag oder wenn ein Säugling oder ein älterer Mensch kein Wasser mehr lässt.

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Häufige Fragen

Wie viel Wasser sollte ich pro Tag trinken?
Das hängt von Gewicht, Aktivität und Klima ab. Als Faustregel gilt: Körpergewicht (kg) x 33 ml Gesamtwasser, Essen eingerechnet. Für 70 kg sind das rund 2,3 Liter am Tag vor jeder Anpassung. Der Rechner oben passt die Zahl an dein Gewicht, dein Training und dein Klima an.
Zählt Wasser aus Lebensmitteln mit?
Ja. Rund 20 % der täglichen Wasserzufuhr kommen aus dem Essen, vor allem aus Obst und Gemüse. Der Rechner gibt ein Gesamtziel aus — das Wasser aus der Nahrung ist darin enthalten.
Muss ich beim Sport mehr trinken?
Ja. Das American College of Sports Medicine nennt rund 5–7 ml pro Kilogramm Körpergewicht — 350–490 ml bei 70 kg — mindestens vier Stunden vor der Belastung, regelmäßiges Trinken bei langen Einheiten statt Warten auf den Durst, und 1,25–1,5 Liter pro verlorenem Kilogramm Körpergewicht, wenn du schnell rehydrieren musst. Dich vor und nach einer harten Einheit zu wiegen, liefert deine eigene Schweißrate — aussagekräftiger als jeder Pauschalwert.
Ist kaltes oder zimmerwarmes Wasser besser?
Beides ist okay. Kaltes Wasser wird etwas schneller aufgenommen und kühlt beim Sport. Zimmerwarmes ist für manche magenfreundlicher. Entscheidend ist, was du langfristig regelmäßig trinkst.
Hilft Wasser beim Abnehmen?
Ein Glas Wasser vor dem Essen kann die Portion an dieser Mahlzeit etwas verkleinern, und einige Studien berichten danach von einem kurzzeitigen Anstieg des Ruheumsatzes. Der Effekt ist real, aber klein: Wasser ist eine hilfreiche Gewohnheit neben einer ausgewogenen Ernährung, kein Stoffwechsel-Trick.
Woran erkenne ich gute Hydration?
Am einfachsten an der Urinfarbe: hell strohgelb spricht für eine gute Versorgung, dunkelgelb bis bernsteinfarben für zu wenig. Dazu kommen Anzeichen wie trockene Lippen, Müdigkeit oder Kopfschmerzen.
Muss ich wirklich 2 Liter Wasser am Tag trinken?
„2 Liter am Tag“ ist die gerundete Fassung der amerikanischen acht Gläser (8 × 240 ml = 1,9 L), und keine Studie stützt sie. Die offiziellen Referenzwerte beziehen sich auf das Gesamtwasser, Essen eingerechnet: 2,0 L pro Tag für Frauen und 2,5 L für Männer (EFSA), 2,7 L und 3,7 L bei den US-Akademien. Zwei Liter Getränke passen also für eine leichte, sitzend lebende Person, sind für jemanden mit 90 kg und Training aber zu knapp. Bei 70 kg, moderat aktiv, gemäßigtes Klima kommen 2,8 L Gesamtwasser heraus, davon rund 2,2 L zum Trinken.
Sind 3 Liter Wasser am Tag zu viel?
Für die meisten sitzend lebenden Erwachsenen ist das mehr als nötig: 3 L liegen über den 2,0 bis 2,5 L der EFSA, aber unter den 3,7 L Gesamtwasser, die die US-Akademien für Männer nennen. Gefährlich ist es bei normal arbeitenden Nieren nicht. Für jemanden mit 70 kg, der trainiert und in einem heißen Klima lebt, gibt dieser Rechner genau diese Zahl aus. Das eigentliche Risiko ist nicht die Tagesmenge, sondern das Tempo: mehrere Liter in ein, zwei Stunden ohne Natrium — so entsteht eine Hyponatriämie. Über den Tag verteilt sind 3 Liter einfach großzügig.